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Hochzeitstage...ein Überblick
Was schenkt Mann ihr zum ersten Hochzeitstag? Hier ein kurzer Überblick.
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Gold in Österreich

Wusstet Ihr dass Ihr das Gold für Eure Eheringe in Österreich selber finden könntet. Mit viel Glück allerdings!

 

 

Der Goldabbau war in Österreich sehr bedeutend und es gibt in Österreichs Bergen auch immer noch genügend Gold. Im 14 Jahrhundert erlebte der Goldbergbau seine erste Hochblüte. Immer wieder wurde der Abbau aufgenommen und wieder stillgelegt. Dies hing mit den politischen Einflüssen, dem Rückgang des Goldes in tieferen Bergzonen, Gold aus der Neuen Welt und der Rückkehr der Gletscher zusammen.

 

Wie großartig wäre es sein eigenes Gold für Eheringe in der Donau zu schürfen oder in Salzburgs Bergen zu finden. An alle Bergsteiger da draußen, haltet Eure Augen offen!

Was gibt es für Weißgold Legierungen?

Es gibt Nickel Weißgold und Palladium Weißgold.

Sowohl Nickel als auch Palladium färben Gelbgold weiß. Nickel Weißgold ist etwas gelblicher und Palladium Weißgold gräulicher.

 

Beide Arten eignen sich sehr gut für Schmuck mit weißen Edelsteinen. Besonders schöne weiße Diamanten werden in Weißgold verarbeitet. Weißgold wurde ursprünglich um die Jahrhundertwende hergestellt um einen Platinersatz zu schaffen. Platin ist einerseits teurer und andrerseits  für einen Goldschmied schwerer zu bearbeiten.

 

Es bedarf viel Erfahrung, eigner Schmelz- und Lötgeräte. Aus diesem Grund können Paare in Workshops auch keine Platinringe selbst anfertigen. Weißgold ist aber eine wunderbare Alternative und macht  viel Freude beim Anfertigen. 

 

Wie wird ein Ring rund?

Um die perfekte runde Form zu erhalten müssen wir den Ring auf dem Ringriegel mit einem Leder-oder Gummihammer rund klopfen. Da der Ringriegel konisch ist wird der Ring nach jedem Mal klopfen umgedreht. So erhält er auf beiden Seiten dieselbe Ringgröße. Ist die Ringgröße zu klein kann man mit dem Silberschmiedehammer den Ring größer schlagen. Das Metall dehnt sich durch den schweren Hammer schneller aus als mit dem weicheren Lederhammer. Immer wieder wird die Ringgröße überprüft. Dazu verwenden wir einen Messstab für Ringgrößen.  Dann wird er auf dem Amboss eben geklopft. 

 

1 Schritt

Am besten arbeitet man auf einem Holzblock um den Ringriegel gut anhalten zu können. Hier ist noch ein Leder dazwischen. Dadurch ist der Hammerschlag etwas gedämpfter. Der Ring wird nun Runde um Runde geklopft. Dadurch erhält er seine runde Form.

 

2 Schritt
Um den Ring gerade zu klopfen verwenden wir eine plane Fläche wie einen Amboss oder ein Eisen. Dann wird vorsichtig eine Runde gehämmert. Nicht zu stark sonst wird die Ringbreite schmäler. 

 

3 Schritt

 

Immer wieder wird überprüft ob die Größe, die Materialstärke und die Ringbreite mit den gewünschten Größen übereinstimmen. Denn jeder mm zählt! Stimmt alles kann man nun mit der Oberflächengestaltung beginnen. 

Wie ensteht ein Ring?

Um einen Ring zu schmieden braucht man zunächst einen Plan. Wie groß, wie breit, wie stark soll der Ring sein. Wie die Oberfläche und die Innenseite und welches Edelmetall?

 

 

Ist dies geklärt stelle ich das notwendige Edelmetall zur Bearbeitung zur Verfügung. Meist ein Streifen Blech oder Draht der dann geborgen und an den Enden abgefeilt wird. Die beiden Enden müssen exakt zusammenpassen. Dann wird ein Flussmittel und Hartlot auf diese Enden gelegt und der Ring langsam gleichmäßig erhitzt. Sobald das Metall glüht wird das Lot flüssig und verbindet somit die beiden Enden. Der Ring muss abkühlen und wird dann in eine warme Alaunbeize gelegt und somit von Oxiden und Rückständen befreit. Dann wird der Ring aus dem Bad genommen und mit Wasser abgespült und abgetrocknet. Es darf immer nur trocken gearbeitet werden.

Diamant oder Brillant

Ein Brillant ist ein Diamant im Brillant Schliff. Das heißt er ist rund und ist im Ober- und Unterteil facettiert. Er hat 57 Facetten. Brillanten gibt es in unterschiedlichsten Größen und Farben. Für den Ehering empfehle ich eher kleinere Brillanten da meist im  Verlobungsring schon ein größerer Diamant thront. Keep it simple, einfach aus dem Grund, da man ja den Ehering täglich trägt und er somit das Schmuckstück ist das am meisten strapaziert wird. Es könnten sich nach Jahren die Diamanten aus den Fassungen lockern und lösen. Deshalb auch alle paar Jahre mal überprüfen lassen ob alle Steine noch gut sitzen.

Oberflächengestaltung

Glatt&Glänzend


Hochglanzpolierte Eheringe sind der Klassiker. Die Oberfläche wird fein geschmirgelt und dann mit einem Poliermittel zum Glänzen gebracht.  Empfehlenswert ist 14 kt Gold denn es ist wird nicht so schnell zerkratzt wie Gold mit höheren Feingehalt. Platin ist am widerstandsfähigsten und hält am längsten über viele Jahre.

 

Kreismatt&Längsmatt

 

Bei der kreisdiamantierten Oberfläche wird mit einem feinen oder gröberen Diamant die Oberfläche im Kreis abgerieben. Somit entsteht ein schönes Muster. Das ist natürlich auch in eine Richtung möglich, also längsdiamantiert. Ein sehr schöner Effekt der im Gegensatz zur geschmirgelten Oberfläche sehr gut hält.

 

Strukturen

 

 

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten für unterschiedlichste Strukturen. Da sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Es gibt unterschiedliche Strukturhämmer die der Oberfläche ein einzigartiges Muster verleihen. Es gibt auch die Möglichkeit Ringe in Wachs zu fertigen und sie dann fachmännisch gießen zu lassen.  Hier hat man die Möglichkeit die Oberfläche fantasievoll zu gestalten.

Goldfarbe

Welches Edelmetall passt zu mir? Diese Frage stellen sich Paare sobald sie sich auf die Suche nach ihren Eheringen begeben haben. Meistens ist der Hautton der Partner verschieden und bei dem einen sieht Gelbgold super aus und bei dem anderen Weißgold oder soll es vielleicht doch ein schöner Rosé Ton werden?

Egal welche Goldfarbe Ihr wählt, Ihr müsst Euch mit ihr wohlfühlen. Die Zeiten dass beide dieselben Eheringe haben müssen sind vorbei. Individualität und Wohlfühlfaktor gehen vor. Das Eheringe Aussuchen soll zum Ausdruck der eigenen Persönlichkeit in liebevoller Verbindung und Wertschätzung mit dem zukünftigen Ehepartner werden.

 

Zur Auswahl stehen Weißgold, Gelbgold, Rotgold und Roségold. Bei Weißgold gilt es zu beachten ob ein warmer Weißgoldton oder kaltes Palladium Weißgold. Wo soll der Ehering dazu passen. Wie sieht der Verlobungsring aus und wie der restliche Schmuck. Auch beim Mann sollte der Ehering zu Manschettenknöpfen und Uhr passen. Das sieht dann harmonischer im Gesamtbild aus.

Gelbgold wird intensiver je mehr Karat das Gold beinhaltet. Feingold ist richtig schön dunkelgelb. 14 Karat Gelbgold ist heller als 18 Karat Gelbgold, da es mehr Silberanteile beinhaltet..

 

Rotgold ist eine wunderschöne Farbe für Frauen. Viele Männer wollen es nicht so sehr, da es zu ihrem restlichen Schmuck oftmals nicht so dazu passt. 

Tageszeit & Temperatur

Die Temperatur und die Tageszeit bestimmt unter anderem auch das Gefühl ob ein Ring richtig sitzt oder nicht. Bei der Ringanprobe sollte man daher auch darauf achten ob man gerade aus Eiseskälte ins Warme kommt oder es richtig heiß ist und man gerade geschwollene Finger hat. Irgendwie muss man für sich selbst einen Durchschnittswert erfühlen.

Überraschung

Möchte man den Partner mit einem Ring überraschen ist es wichtig vorher einen ähnlich breiten Ring im Innendurchmesser abzumessen. Mit dieser Information kann der Goldschmied den Ringumfang bestimmen. Unbedingt auch abmessen wie breit der Ring ist der als Vorlage dient. Denn je breiter ein Ring desto größer sollte auch der Ringumfang sein und je schmäler desto enger darf er sein.