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Hochzeitstage...ein Überblick
Was schenkt Mann ihr zum ersten Hochzeitstag? Hier ein kurzer Überblick.
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Was ist Platin?

Platin ist ein Edelmetall das sehr hart ist und einen hohen Schmelzpunkt hat. Aufgrund dieser Eigenschaften ist es sehr schwer zu bearbeiten, daher wird es oft gegossen. Doch gerade die Härte die das Bearbeiten schwer macht, macht Platin perfekt für sichere Steinfassungen. Weil Platin sehr teuer ist und eine hohe Dichte hat wird es eher für kleineren Schmuck wie Ohrringe und Ringe verwendet.

 

Eigenschaften:

Metall: Platin

Legierung: 955 Teile Platin, 45 Teile Kupfer

Farbe: Grauweiß

Schmelzpunkt: 1745 °C

Dichte: 20,6

 

Verfügbarkeit:

Platinhalbzeuge (Vormaterial) wird kaum Angeboten, da Platin fast ausschließlich gegossen wird und dadurch wenig Nachfrage besteht. (vgl. Young, 72-73)

 

Literatur:

 

Young, Anastasia (2011): Handbuch Schmuck. Die Techniken der Schmuckgestaltung. Bern, Stuttgart, Wien: Haupt Verlag

Was ist Silber?

Silber ist ein Edelmetall, welches sich sehr gut eignet um es zu schmieden. Es lässt sich sehr gut und schnell formen und eignet sich dadurch sowohl für kleine als auch für große Schmuckstücke. Silber kann mit vielen verschieden Methoden verarbeitet werden, es kann gedehnt gestaucht und auch gelötet werden. Mit einem dünnen Feinsilberdraht kann man sogar Textiltechniken wie Stricken oder Häkeln anwenden! Außerdem ist Silber ist ein sehr erschwingliches Edelmetall.

 

Silber Eigenschaften:

Metall: Sterlingsilber

Legierung: 925 Teile Silber, 75 Teile Kupfer

Farbe: Weiß

Schmelzpunkt: 805-950 °C

Dichte: 10,3

 

Verfügbarkeit von Silber:

Silber kann bei Edelmetallhändlern und Anbietern von Goldschmiedebedarf angekauft werden. Es kann in so gut wie jeder Form gekauft werden wie: Ketten Blech, Draht, Gusskörner,…

Heutzutage wird Silberblech meist  mit Kunststoff beschichtet damit es nicht so leicht zerkratzt. Außerdem gibt es Anlaufgeschütztes Silber und auch ein paar andere Legierungen. (vgl. Young, 68-69)

 

Literatur:

 

Young, Anastasia (2011): Handbuch Schmuck. Die Techniken der Schmuckgestaltung. Bern, Stuttgart, Wien: Haupt Verlag

Was ist Gold?

Was ist Gold?

Gold ist ein Edelmetall, dessen Feingehalt oder Reinheitsgrad in Karat angegeben wird. Feingold, welches 24 Karat hat und Gold mit 22 Karat sind: sehr weich und dadurch gut formbar und haben eine leuchtend gelbe Farbe. Niederkarätiges Gold hat höhere Anteile anderer Edelmetalle. Es hat dadurch eine andere Farbe und weist auch beim Bearbeiten andere Eigenschaften auf.

Am besten zum Bearbeiten eignet sich Gold mit 18 Karat, es ist härter als das sehr weiche 22-karätige Gold, und ist fest genug für eine Hochglanzpolitur. Es eignet sich dadurch sehr gut für die meisten Anwendungen.

 

Eigenschaften von Gold:

Die Eigenschaften von Gold sind je nach Karat unterschiedlich, da 18 karätiges Gold am häufigsten verarbeitet wird, wird nur näher auf dessen Eigenschaften eingegangen.

Metall: 18 karätiges Gold 

Legierung: 760 Teile Gold, legiert mit Palladium, Zink, Silber und Kupfer

Farbe: Rot, Gelb, Weiß, Grün

Schmelzpunkt: 875-1315°C

Dichte: 15,2-16,2

 

Verfügbarkeit von Gold:

Früher stellten sich die Goldschmiede ihre Goldlegierungen selbst her. Heutzutage kauft man Gold allerdings im Fachhandel. Gold ist in 9, 14 und 18 Karat erhältlich, besonders vielfältig ist das Kaufangebot bei Gelbgold. Bei Rotgold, Weißgold und Grüngold ist das Angebot wesentlich begrenzter. Weißgold ist trotz des trügerischen Namens nicht weiß sondern je nach der Legierung mattgrau bis gelbgrau. Aufgrund dessen wird Weißgold oft mit weißem Rhodium veredelt. (vgl. Young, 70-71)

 

Literatur:

 

Young, Anastasia (2011): Handbuch Schmuck. Die Techniken der Schmuckgestaltung. Bern, Stuttgart, Wien: Haupt Verlag

Perlenschmuck

Naturperlen, welche in Muscheln gefunden wurden sind uns Menschen seit Beginn der Geschichte bekannt. Anfangs waren der Persische Golf, das Rote Meer und die Straße von Manaar die bedeutendsten Fundstellen. Perlen die aus diesen Gebieten stammten wurden „Orientperlen“ genannt. Perlen aus westlichen Fundgebieten wie beispielsweise Venezuela wurden „Okzidentperlen“ genannt. 

„Naturperlen“ oder auch „echte Perlen“ sind wie der Name schon sagt natürlich gewachsene Perlen. Die „Blisterperlen“ oder auch „Schalenperlen“ gehören auch zu den natürlich gewachsenen Perlen, das besondere an ihnen ist, dass sie mit der Schale der Muschel verwachsen sind.

 

Zuchtschalenperlen gab es erstmals 1896 und stammen aus Japan. Diese wurden durch das Einsetzen eines Kerns unterhalb der Schale einer Muschel gezüchtet. Die Perlen waren zwischen 5-8 mm groß. Die sogenannte „Japanperle“ darf heute allerdings nicht mehr verwendet werden.

 

In den 60er Jahren wurden Naturperlen dann weitgehend von den Zuchtperlen vom Markt verdrängt

Granatschmuck-Familienschmuck-ein Blick in die Vergangenheit

Der böhmische Granat kam im deutschen Raum erstmals in den 70er Jahren in Mode. Viele dieser Granate sind bis heute als Familienschmuckstücke erhalten geblieben. Broschen und Anhänger aus dieser Zeit charakterisieren sich durch: Eine Runde oder ovale Form, durch eine stark gewölbte und betonte Mitte und auch oft durch Dreier Gehänge im  Abschluss.

 

Granate sind fast ausschließlich im „Rosenschliff“, welcher zu den Rautenschliffen gehört, geschliffen.  Dieser zeigt die braunrote Farbe des böhmischen Granaten.

 

 

Der Granatschmuck war ein vergleichsweise günstiger Schmuck und so für eine breitere Masse der Bevölkerung zugänglich. 

Was ist eine Gemme?

Gemme ist der Oberbegriff für einen gravierten Edelstein. Ragt die Gravur an der Oberseite eines erhabenen Steins reliefartig hervor, so spricht man fachbegrifflich von einer Kamee. Von einem Intaglio spricht man, wenn die Gravur vertieft eingearbeitet wurde wie es zum Beispiel bei Siegelringen der Fall ist.

 

Bei den Gemmen orientiert man sich an den Vorbildern aus der Antike. Ein beliebtes immer widerkehrendes Motiv ist ein Frauenkopf mit Reben, Rosen oder Blattranken im Haar.

 

 

Die meist verwendeten Materialien für Gemmen waren: Achat, Karneol, Sarder und Muschelschale. 

Der Diamantschliff und seine Entwicklung

Diamanten waren schon seit über zweitausend Jahren bekannt. Aber erst ab Anfang des 13. Jahrhunderts befasste man sich mit der Schliffgestaltung von diesem besonderen Edelstein.

 

Was den Diamanten so einzigartig macht ist sein extrem hoher Härtegrad und sein kubisches Kristallsystem. Je höher der Härtegrad desto höher die Brillanz eines Edelsteins.  Der Härtegrad von Diamanten ist auf der Skala von Mohs 10, also der höchste Härtegrad.

Die Gesamtlichtwirkung an einer Steinoberfläche nennt man Brillanz. Durch den Brillantschliff beim Diamanten wird das Licht von den unteren Facetten wieder nach oben zurückgeworfen wodurch die Erscheinung des Glanzes verstärkt wird.

Außerdem entsteht ein Farbenspiel das man Dispersion nennt. Hier wird das weiße Licht das auf einen Edelstein fällt in seine Spektralfarben aufgespalten, also aufgefächert. Beim Diamanten ist diese Farbzerstreuung besonders groß und wird Feuer genannt.

 

 

Das Wissen über Diamanten und andere Edelstein beeinflusste nach und nach die Schliffentwicklung. Man begab sich auf die Suche nach der optimalen Lichtausbeute…

Die Qualität des Schliffs

Sowie Farbe, Reinheit und Größe ist die Qualität des Schliffs von ebenso großer Wichtigkeit. Über Jahrhunderte wurde an den perfekten Schliffproportionen für runde Facettensteine getüftelt. Die erste Bearbeitung zur Erhöhung des optischen Effekts entwickelte sich im 13.Jahrhundert. Davor wurden nur Rohsteine verwendet.

 

Der moderne Brillant Schliff entwickelte sich Anfang des 20. Jahrhunderts. Seine Merkmale sind 32 Facetten und die Tafel im Oberteil und 24 Facetten im Unterteil. Die Bezeichnung Brillant darf sich nur auf einen runden Diamanten im Brillantschliff beziehen.

Auf Zertifikaten findet man folgende Einteilung:

 

Sehr gut/ very good - Hervorragende Brillanz, Wenige oder nur geringfügige äußere Merkmale. Sehr gute Proportionen.

Gut/ good – Gute Brillanz. Einige äußere Merkmale. Proportionen mit geringen Abweichungen.

Mittel/ medium – Brillanz gemindert. Mehrere größere äußere Merkmale. Proportionen mit erheblichen Abweichungen.

Gering / poor – Brillanz erheblich gemindert. Große und/oder zahlreiche äußere Merkmale. Proportionen mit sehr deutlichen Abweichungen.

 

 

Die Reinheit von Diamanten

Diamanten können entweder ganz rein sein oder aber auch Mineralien, Risse oder Wachstumsbilder innen aufweisen. Diese bezeichnet man als Einschlüsse oder inclusions. Wenn ein Diamant mit einer zehnfach Lupe rein ist dann nennt man ihn lupenrein. Alles andere wird streng graduiert und steht dann auch in der Beurteilung, in einem Zertifikat. Diese Zertifikate werden von anerkannten Laboren ausgestellt und werden mit größeren Diamanten dem Kunden gezeigt und gegeben.

 

Lupenrein = bei zehnfacher Vergrößerung frei von inneren Merkmalen und absolut transparent

 

VVS = sehr sehr kleine Einschlüsse, bei zehnfacher Vergrößerung nur sehr schwer zu erkennen

VS = sehr kleine Einschlüsse, bei zehnfacher Vergrößerung schwer zu erkennen

SI = kleine Einschlüsse. Bei zehnfacher Vergrößerung leicht zu erkennen

PI = deutliche Einschlüsse. Einschlüsse sind bei zehnfacher Vergrößerung sofort zu erkennen, aber die Brillanz nicht mindernd

PII = größere Einschlüsse, mit bloßen Auge erkennbar, die Brillanz leicht mindernd

 

PIII = große Einschlüsse = große oder zahlreichte Einschlüsse, die Brillanz stark mindernd