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Hochzeitstage...ein Überblick
Was schenkt Mann ihr zum ersten Hochzeitstag? Hier ein kurzer Überblick.
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Der Diamantschliff und seine Entwicklung

Diamanten waren schon seit über zweitausend Jahren bekannt. Aber erst ab Anfang des 13. Jahrhunderts befasste man sich mit der Schliffgestaltung von diesem besonderen Edelstein.

 

Was den Diamanten so einzigartig macht ist sein extrem hoher Härtegrad und sein kubisches Kristallsystem. Je höher der Härtegrad desto höher die Brillanz eines Edelsteins.  Der Härtegrad von Diamanten ist auf der Skala von Mohs 10, also der höchste Härtegrad.

Die Gesamtlichtwirkung an einer Steinoberfläche nennt man Brillanz. Durch den Brillantschliff beim Diamanten wird das Licht von den unteren Facetten wieder nach oben zurückgeworfen wodurch die Erscheinung des Glanzes verstärkt wird.

Außerdem entsteht ein Farbenspiel das man Dispersion nennt. Hier wird das weiße Licht das auf einen Edelstein fällt in seine Spektralfarben aufgespalten, also aufgefächert. Beim Diamanten ist diese Farbzerstreuung besonders groß und wird Feuer genannt.

 

 

Das Wissen über Diamanten und andere Edelstein beeinflusste nach und nach die Schliffentwicklung. Man begab sich auf die Suche nach der optimalen Lichtausbeute…

Die Qualität des Schliffs

Sowie Farbe, Reinheit und Größe ist die Qualität des Schliffs von ebenso großer Wichtigkeit. Über Jahrhunderte wurde an den perfekten Schliffproportionen für runde Facettensteine getüftelt. Die erste Bearbeitung zur Erhöhung des optischen Effekts entwickelte sich im 13.Jahrhundert. Davor wurden nur Rohsteine verwendet.

 

Der moderne Brillant Schliff entwickelte sich Anfang des 20. Jahrhunderts. Seine Merkmale sind 32 Facetten und die Tafel im Oberteil und 24 Facetten im Unterteil. Die Bezeichnung Brillant darf sich nur auf einen runden Diamanten im Brillantschliff beziehen.

Auf Zertifikaten findet man folgende Einteilung:

 

Sehr gut/ very good - Hervorragende Brillanz, Wenige oder nur geringfügige äußere Merkmale. Sehr gute Proportionen.

Gut/ good – Gute Brillanz. Einige äußere Merkmale. Proportionen mit geringen Abweichungen.

Mittel/ medium – Brillanz gemindert. Mehrere größere äußere Merkmale. Proportionen mit erheblichen Abweichungen.

Gering / poor – Brillanz erheblich gemindert. Große und/oder zahlreiche äußere Merkmale. Proportionen mit sehr deutlichen Abweichungen.

 

 

Die Reinheit von Diamanten

Diamanten können entweder ganz rein sein oder aber auch Mineralien, Risse oder Wachstumsbilder innen aufweisen. Diese bezeichnet man als Einschlüsse oder inclusions. Wenn ein Diamant mit einer zehnfach Lupe rein ist dann nennt man ihn lupenrein. Alles andere wird streng graduiert und steht dann auch in der Beurteilung, in einem Zertifikat. Diese Zertifikate werden von anerkannten Laboren ausgestellt und werden mit größeren Diamanten dem Kunden gezeigt und gegeben.

 

Lupenrein = bei zehnfacher Vergrößerung frei von inneren Merkmalen und absolut transparent

 

VVS = sehr sehr kleine Einschlüsse, bei zehnfacher Vergrößerung nur sehr schwer zu erkennen

VS = sehr kleine Einschlüsse, bei zehnfacher Vergrößerung schwer zu erkennen

SI = kleine Einschlüsse. Bei zehnfacher Vergrößerung leicht zu erkennen

PI = deutliche Einschlüsse. Einschlüsse sind bei zehnfacher Vergrößerung sofort zu erkennen, aber die Brillanz nicht mindernd

PII = größere Einschlüsse, mit bloßen Auge erkennbar, die Brillanz leicht mindernd

 

PIII = große Einschlüsse = große oder zahlreichte Einschlüsse, die Brillanz stark mindernd

Graduierung für farblose und leicht gelbliche Diamanten

Manche von Euch haben sicher schon von den 4 Cs des Diamanten gehört. Es werden die Farbe = colour, die Reinheit = clarity, der Schliff = cut und das Gewicht = carat beurteilt. Die Einteilungen sind länderspezifisch etwas unterschiedlich aber eine Zuordnung ist durch Tabellen gegeben.

 

Die verschiedenen Institutionen haben verbesserte Richtlinien erarbeitet. Es gibt hier das GIA  = Gemological Institut of America, das IDC = International Diamond Council und die CIBJO = Confédération internationale de la bijouterie, joaillerie, orfèvrerie des diamants, perles et pierres.  Im Diamanthandel sind hauptsächlich die englischen IDC Bezeichnungen im Gebrauch.

 

Farbgraduierung Bezeichnungen IDC und GIA

 

Exceptional white* entspricht  D

Exceptional white entspricht E

Rare white* entspricht F

Rare white entspricht G

White entspricht H

Slighlty tinted white entspricht I und J

Tinted white entspricht K und L

Tinted color1 entspricht M und N

Tinted color2 entspricht O und P

Tinted color3 entspricht Q und R

 

Tinted color4 entspricht S - Z

Schöne Edelmetall Farben

Bei Goldlegierungen kann man viele unterschiedliche Farben herstellen. Hier kommt es nur darauf  an was man hinzugibt.

 

Bei Mittelgold oder Roségold werden 2 Teile Kupfer, 1 Teil Silber und der entsprechende Anteil an Feingold legiert, also vermischt. Bei Rotgold ist es 1 Teil Kupfer und der Rest Feingold. Bei Gelbgold sind es 2 Teile Silber, 1 Teil Kupfer und der Rest Feingold.

Auf diese Weise ändern sich natürlich auch die Dichte, der Schmelzpunkt und der Härtegrad.  Unter den Begriff Feingehalt versteht man den Anteil an Edelmetall zum Gesamtgewicht in einer Goldlegierung. 14 Karat feine Legierungen sind härter als 18 Karat.

 

Deswegen empfehle ich Euch für Eure Eheringe 14 Karat.

Gold in Österreich

Wusstet Ihr dass Ihr das Gold für Eure Eheringe in Österreich selber finden könntet. Mit viel Glück allerdings!

 

 

Der Goldabbau war in Österreich sehr bedeutend und es gibt in Österreichs Bergen auch immer noch genügend Gold. Im 14 Jahrhundert erlebte der Goldbergbau seine erste Hochblüte. Immer wieder wurde der Abbau aufgenommen und wieder stillgelegt. Dies hing mit den politischen Einflüssen, dem Rückgang des Goldes in tieferen Bergzonen, Gold aus der Neuen Welt und der Rückkehr der Gletscher zusammen.

 

Wie großartig wäre es sein eigenes Gold für Eheringe in der Donau zu schürfen oder in Salzburgs Bergen zu finden. An alle Bergsteiger da draußen, haltet Eure Augen offen!

Was gibt es für Weißgold Legierungen?

Es gibt Nickel Weißgold und Palladium Weißgold.

Sowohl Nickel als auch Palladium färben Gelbgold weiß. Nickel Weißgold ist etwas gelblicher und Palladium Weißgold gräulicher.

 

Beide Arten eignen sich sehr gut für Schmuck mit weißen Edelsteinen. Besonders schöne weiße Diamanten werden in Weißgold verarbeitet. Weißgold wurde ursprünglich um die Jahrhundertwende hergestellt um einen Platinersatz zu schaffen. Platin ist einerseits teurer und andrerseits  für einen Goldschmied schwerer zu bearbeiten.

 

Es bedarf viel Erfahrung, eigner Schmelz- und Lötgeräte. Aus diesem Grund können Paare in Workshops auch keine Platinringe selbst anfertigen. Weißgold ist aber eine wunderbare Alternative und macht  viel Freude beim Anfertigen. 

 

Wie wird ein Ring rund?

Um die perfekte runde Form zu erhalten müssen wir den Ring auf dem Ringriegel mit einem Leder-oder Gummihammer rund klopfen. Da der Ringriegel konisch ist wird der Ring nach jedem Mal klopfen umgedreht. So erhält er auf beiden Seiten dieselbe Ringgröße. Ist die Ringgröße zu klein kann man mit dem Silberschmiedehammer den Ring größer schlagen. Das Metall dehnt sich durch den schweren Hammer schneller aus als mit dem weicheren Lederhammer. Immer wieder wird die Ringgröße überprüft. Dazu verwenden wir einen Messstab für Ringgrößen.  Dann wird er auf dem Amboss eben geklopft. 

 

1 Schritt

Am besten arbeitet man auf einem Holzblock um den Ringriegel gut anhalten zu können. Hier ist noch ein Leder dazwischen. Dadurch ist der Hammerschlag etwas gedämpfter. Der Ring wird nun Runde um Runde geklopft. Dadurch erhält er seine runde Form.

 

2 Schritt
Um den Ring gerade zu klopfen verwenden wir eine plane Fläche wie einen Amboss oder ein Eisen. Dann wird vorsichtig eine Runde gehämmert. Nicht zu stark sonst wird die Ringbreite schmäler. 

 

3 Schritt

 

Immer wieder wird überprüft ob die Größe, die Materialstärke und die Ringbreite mit den gewünschten Größen übereinstimmen. Denn jeder mm zählt! Stimmt alles kann man nun mit der Oberflächengestaltung beginnen. 

Wie ensteht ein Ring?

Um einen Ring zu schmieden braucht man zunächst einen Plan. Wie groß, wie breit, wie stark soll der Ring sein. Wie die Oberfläche und die Innenseite und welches Edelmetall?

 

 

Ist dies geklärt stelle ich das notwendige Edelmetall zur Bearbeitung zur Verfügung. Meist ein Streifen Blech oder Draht der dann geborgen und an den Enden abgefeilt wird. Die beiden Enden müssen exakt zusammenpassen. Dann wird ein Flussmittel und Hartlot auf diese Enden gelegt und der Ring langsam gleichmäßig erhitzt. Sobald das Metall glüht wird das Lot flüssig und verbindet somit die beiden Enden. Der Ring muss abkühlen und wird dann in eine warme Alaunbeize gelegt und somit von Oxiden und Rückständen befreit. Dann wird der Ring aus dem Bad genommen und mit Wasser abgespült und abgetrocknet. Es darf immer nur trocken gearbeitet werden.